1445

An einem Pfingsttag, dem 16. Mai 1445, ist "in der fünften Stunde abends in Storkow Feuer ausgebrochen und die Neustadt in zwei Stunden bis auf zwei Bäckeröfen abgebrannt.

 

1490

Um das Fest Christi Beschneidung ist ein großer Teil der Stadt Storkow, namentlich die Neustadt ganz, bis auf 5 Häuser durch eine Unvorsichtigkeit in Schutt und Asche glegt worden.

 

1552

wird berichtet, dass die "Stadt vor einigen Jahren abgebrannt" sein soll.

 

16. März 1570

Es ist in diesem Jahre, den Sonnabend nach Exalta um 2 Uhr Nachmittag bis um 5 Uhr gegen Abend durch Unvorsichtigkeit Hansen Nuetes, des Krügers Sohn von Schwerin, seines Handwerks ein Schmied, die alte und neue Stadt Storkow, auch die eine Vorstadt, der Damm genannt, Kirche, Pfarre und Rathaus samt allen Glocken von dem Feuer, item 24 Scheunen zu Grund verbrannt....

 

1627

"ist allhier zu Storkow umb unser großen Sünden willen durch Gottes Verhängnis ein schreckliches und erbärmliches Feuer ausgebrochen, bei George Wegener durch Malzdarren entstanden. Die ganze neue Stadt von dem alten bis neuen Fließ nebst dem Rathause, Mühle und 64 Wohnhäuser, worunter 32 Brauerben, jämmerlich in schneller Eil in die Asche gelegt worden."

 

1674

Das nächste große Brandereignis gab es in Storkow als, wie so oft durch Leichtsinn, beim Malzdarren das Brauhaus des Daniel Fiedler in Brand geriet.

 

1677

"Anno 1677, den 7. Mai ist allhier eine Feuersbrunst auf dem Sandberge entstanden, darinnen 5 Wohnhäuser und 3 Scheunen sind in Asche gelegt worden."

 

1688

"Anno 1688, Domin. Quasimodo Abends um 10 Uhr kam abermal ein Feuer aus, dadurch 4 Häuser gegen den Pfarrhäusern über abbrandten, davon Kirch- und Pfarrgebäude nicht in geringer Gefahr gewesen, so möchte der Schade wol größer erfolget seyn, wenn es nicht fein Stille und ohne wind gewesen wäre. Gott bewahre die arme Stadt ins künftige für dergleichen Unglück und segne die abgebrandten reichlich wieder."

 

1706

"...d. 7 Julii entstand von ferne am Morgen früh um 4 Uhr ein Donnerwetter, welches eine gute Weile von ferne gegen Südwest stehen blieb und schien als wenn es gegen Mittag an Storcko vorbey ziehen würde. Doch eh man sichs vermuthete, wendete es sich gegen Storcko und schlug den Blitz und harten Schlag auf dem Markte in des Bäcker-Meisters George Heydens Schornstein, daß er lichter Lohe brannte. Aber weil sogleich auf den Schlag ein gewaltiger Regen fiel, wurde es wieder ausgelöscht, zumal da der Hauswirth nebst einem anderen Bürger, Wermerich ihre menschliche Hülffe mit Löschen beygetragen......"

 

1712

".... Dom.2 post Trinit., d. 5. Junii, ist zu Mittage um 1 Uhr, da man zur Vesper-Predigt einläuten wollen, eine erschreckliche Feuers-Brunst enststanden, welche von der Mühle an, die gantze Neustadt, die hinter Gaßen, alle Scheunen und den gantzen Sandberg, ohne drey Häuser und drey Scheunen daselbst verzehret. Auch ist in diesem Feuer Hn. Michael Caspars Wittwe Margarete Judain gäntzlich verbrannt und zur schwartzen Kohle geworden."

 

1715

".... den 2. Juli des Mittags um 2 Uhr hat das liebe Gewitter auf dem Kietz in Demkens Haus eingeschlagen."

 

1721

"....., d. 28. Sept. nachts 12 Uhr, vor dem Michaelistage kam auf dem Damm bei dem Tuchscherer Feuer aus und brannten 3 Häuser weg."

 

1775

"...., den 28. Dec. Ist der vorderste Flügel vom Amt Storkow abgebrannt."

 

1842

"... brannte das Gehöft des Gutes Burglehn, welches zwischen dem Hause Nr. 114 und dem Beeskower Thorhause lag, nieder. Pferde und Rindvieh kamen im Feuer um."

 

1850

"Am 20ten Mai den zweiten Pfingstfeiertag vormittag um 10 Uhr, als ich auf der Kanzel stand, und eben die Predigt angefangen hatte, drang die Kunde von einer Feuersbrunst in die Kirche, ...... Es brannten unter Einwirkung eines starken Ostwindes die sämmtlichen Scheunen vor dem Fürstenwalder Thore, mit Ausnahme von vieren, unter denen auch die Pfarr-Scheune samt der Vorwerks Schäferei gänzlich nieder."

 

1882

".... am Donnerstag, dem 16. Februar brannte die Kampffmeyersche Wassermühle in der Altstadt ab, sowie die nebenliegenden Häuser des Schlächters Kießling und des Brauers Miethe."

 

1882

Anfang April eilt die Storkower Feuerwehr zum Vorwerk Hammelstall, wo ein Schafstall in Brand geraten war. 350 Schafe und einige Schweine kamen in den Flammen um.

 

1886

Samstag, 4. September, 10 Uhr abends

Die Wohn- und Geschäftshäuser der Kaufleute Höflich und Kunicke fielen einem Brand zum Opfer.

 

1902

Am 8. Juli, nachmittags 5 Uhr, ertönte die Feuerglocke nach längerer Pause wieder einmal. Die Abdeckerei in den Waltersbergen stand in Flammen. (wahrscheinlich war das Haus in Brand gesetzt worden)

 

1903

"Storkow, 9. Juli. Gestern 1/2 4 Uhr ertönten schon wieder Feuersignale. Da die Nachtwächter stets 4 bis 5 Töne bliesen, wer erst nicht zu ermitteln, wo das Feuer ausgekommen. Erst der langgezogene einmalige Hupenton der Hornisten der freiwilligen Feuerwehr brachte Gewißheit, daß es im Weichbilde der Stadt brennte. Der alte "Weinberg", das links der Reichenwalder Straße gelegene, der Wwe. Eisermann - Berlin gehörige Gehöft stand in Flammen......"

 

1908

Am 08. August brennt der Keller des Lokal-Anzeigers.

 

1909

Im "Amtlichen Kreisblatt für den Kreis Beeskow-Storkow" erschien am 23. März 1909 folgender Bericht: " In der Schröder´schen Schuhwarenfabrik in Storkow war am Sonnabend früh im oberen Maschinensaal ein Brand ausgekommen, der, als er entdeckt wurde, schon einen derartigen Umfang angenommen hatte, daß die Versuche das Feuer zu ersticken, erfolglos blieben. ....."

 

1910

Im östlichen Teil des Gasthauses zum "Goldenen Löwen" brannte es.

 

1913

Beide Schneidemühlen am Kanal, die Kietzbrücke und 4 Häuser wurden am 01. Mai Opfer der Flammen.

 

1918

"... am 25. Januar, nachts 11.15 Uhr bricht ein Feuer bei Georg Miethe (Altstadt 8) aus. Viele Feuerwehrleute waren im Krieg, deshalb erschienen nur 8 zu den Löscharbeiten. Die Spritze musste deshalb "von jungen Bürgertöchtern" bedient werden.

 

 

 

Quellennachweis: "Dienst im Zeichen des St. Florian" Sybille Seelmann